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Tinnitus

Tinitus aurium oder kurz Tinnitus (das Wort leitet sich aus dem Lateinischen „tinnire“ ab, was so viel wie “klingeln” heißt) ist ein Symptom, bei dem die betroffene Person Geräusche wahrnimmt. Das Ohrgeräusch kann in verschieden Formen sowie in unterschiedlicher Lautstärke auftreten und wird meist nur vom Betroffenen selbst wahrgenommen.

Formen/Ursache:

Feststellbar sind zwei verschiedene Formen des Tinnitus:

Objektiver Tinnitus: Subjektiver Tinnitus:
  • Von außenstehenden Person sehr selten feststellbar durch das Abhören mit dem Stetosclip
  • Das Geräusche ist allein vom Betroffenen selbst wahrzunehmen
Ursachen: Ursachen:
  • Tumor
  • Offene Tube
  • Muskelzuckungen der im Ohr gelegenen Muskeln oder der Gaumenmuskulatur
  • Gefäßmissbildung
  • Herzfehler
  • Hörsturz
  • Lärmschaden
  • Schädeltrauma
  • Angst, Stress
  • Kiefergelenk- und Halswirbelsäulen-Probleme
  • Tauchunfälle
  • Zahnfehlstellungen

Die akustischen Eindrücke werden als Brumm-,Pfeifton, Zischen oder schmalbandiges Rauschen beschrieben.

Phasen:

Nach dem Zeitraum der Wahrnehmung eines Tinnitus werden drei Phasen unterschieden:

Phasen: 

Akut

Subakut

Chronisch

Zeitraum 
  • Bis zu 6 Monate
  • 6-12 Monate
  •  12 Monate und länger
 Verhalten des Betroffenen
  • Verunsicherung
  • Angst vor Verschlimmerung
  • Suche nach Entlastung/Hilfe
  • teilweise: Herunterspielen der Symptome
  • Angst vor chronischem Verlauf
  • Hoffen auf Heilung
  • Ausprobieren von selbst abwegigen Therapieansätze
  • erhöhter Leidensdruck
  • Begleiterkrankungen treten auf (z.B. Depression)  Dekompensation
  • Versuch der Akzeptanz

Die Belastung des chronischen Tinnitus wird dabei in Grad 1-4 ausgedrückt:

Grad 1 kein Leidensdruck Kompensiertes Ohrgeräusch
Grad 2 leichter Leidensdruck Wahrnehmung in Ruhe, Stresssituationen
Grad 3 Leidensdruck dauernde Beeinträchtigung, Auswirkung auf Psyche und Körper
Grad 4 enormer Leidensdruck Dekompensation, dauernde Beeinträchtigung in allen Bereichen

Mögliche Folgeschäden:

Durch die Dauer und Intensität des Ohrgeräuschs können psychische Begleiterscheinungen einhergehen:

  • Schlafstörungen
  • Angstzustände
  • Depressionen
  • Arbeitsunfähigkeit

Im Regelfall jedoch können die von Tinnitus betroffenen Patienten auf Dauer die Ohrgeräusche gut kompensieren und leiden unter keinen der oben genannten Erscheinungen. Immerhin 2-3% der Bevölkerung bleiben dennoch in ihrer Lebensqualität durch den Tinnitus beeinträchtigt.

Therapieformen:

Phasen: 

Akut

Subakut

Chronisch

 Therapie:
  • Infusionsgabe zur Durchblutungsförderung
  • Sauerstofftherapie
  • Druckkammer
  • Vermeiden von Stille
  • Medikamentenvergabe zur Gefäßerweiterung/ Sauerstoffversorgung
  • Akupunktur
  • Hörsystem/Noiser
  • Besuch von Selbsthilfegruppen
  • Lernen den Tinnitus im Leben zu akzeptieren

Autor: Florian Bandau  ◊ 27.03.2013

Quellen:

Internet:

http://de.wikipedia.org/wiki/Tinnitus (27.03.2013)

http://www.tinnitus-mag.de/ursachen-von-tinnitus/ (27.03.2013)

http://tinnitus.thieme.de/ursachen/hoersturz-als-ursache-von-tinnitus.html (27.03.2013)

Lärmpegel

Wie laut sind Discos, Presslufthammer und Flugzeuge?

In vielen Lebensbereichen werden wir tagtäglich mit Lärm konfrontiert, doch die meisten Menschen sind sich über die Gefahren und die Auswirkungen von zu lauten Geräuschpegeln gar nicht bewusst. Viele von uns setzten unbewusst die Gesundheit ihres Hörorgans aufs Spiel. Wir vom Hörlabor der HTW wollen darauf aufmerksam machen, dass das Tragen der falschen Kopfhörer und das allgemeine Hören von zu lauter Musik genauso gesundheitsschädlich ist,  wie das Arbeiten an lauten Maschinen. Sind Hörschäden erst mal eingetreten sind sie leider immer noch nicht heilbar!

Nachfolgend finden Sie eine Tabelle mit Lautstärkeangaben von Geräuschen die uns im Alltag umgeben.

lautstärke_tabelle

Die Lautstärke von Geräuschen wird in Dezibel (dB) angegeben, dabei handelt es sich um eine Maßeinheit für den Schalldruckpegel. Dezibel Angaben sind Verhältnisangaben von Schalldruckgrößen, wobei die dB-Skala logarithmisch aufgebaut ist.
Die Formel für die Berechnung lautet:

bd-formel

P0  ist der Bezugswert welcher mit 20 µPa = 2 · 10−5 Pa = 0,000 02 Pa  gegeben ist.
Ein Schallpegel von 0 dB [log(1)=0, bei P=P0 ] gilt als Hörschwelle und Bezugs-Schalldruck.
Das bedeutet alles unterhalb von 0 Dezibel ist für Menschen nicht hörbar.
Ein Unterschied von 10 dB wird als doppelte oder halbe Lautstärke wahrgenommen.
Die menschliche Schmerzgrenze liegt bei etwa 130 dB,  eine Lautstärke von 150 dB führt unserem Gehör in Sekunden irreparable Schäden zu.

Autor: Michel Homann